wERDschätzung –
gemeinschaftliches Kunstprojekt für die Erde

Weil man schützt, was man schätzt

wERDschätzung – gemeinschaftliches Kunstprojekt für die Erde

Da liegt ein weißer Stoffrahmen mitten in einer Wiese, ein anderer auf Steinen an einem Bach im Wald, ein weiterer halb auf einem Pfad. Sie rahmen ein Stück Natur ein, machen ein Bild daraus, das die Aufmerksamkeit zu bündeln scheint. Viele derartige Fotos kann man derzeit auf der Website www.werdschaetzung.de sehen, auch auf Plakaten und bald in Ausstellungen. Was ist das, was sich auf den ersten Blick etwas rätselhaft durch den Landkreis zieht? Die Antwort: Hier passiert gerade das Kunstprojekt namens „wERDschätzung“.

„Naturschutz ist wichtig“. Es ist einfach, dies zu bejahen, aber gleichzeitig ist es auch abstrakt und weit weg. Ist das der Grund, warum so viele Menschen den Schutz und Erhalt unserer Natur wollen, aber dann doch wenig in diesem Sinne handeln? Die Beziehung zwischen Mensch und Erde zu verbessern, ist mein tiefes Anliegen als Künstler. Erde – Humus, Mensch – Humanus: es ist doch bezeichnend, dass diese beiden Worte die gleiche lateinische Sprachwurzel haben.

Um die Verbindung zwischen Mensch und Erde wieder herzustellen, muss man näher ran an die Sache, in Kontakt gehen mit dieser Erde. Die Idee ist, was wir wertschätzen, das schützen wir auch, damit gehen wir pfleglich um. Aus diesen Überlegungen heraus habe ich das gemeinschaftliche Kunstprojekt „wERDschätzung“ ins Leben gerufen, das im Frühjahr 2018 im Bayerischen Oberland gestartet ist. Herzstück ist ein quadratischer Rahmen aus Stoff in der limitierten Auflage von 16 Stück.

wERDschätzung lebt vom Mitmachen vieler Menschen, die mit diesem quadratischen Rahmen aus dickem, weichen Baumwollgarn in die Natur gehen, sich einen Platz suchen, der sie besonders anzieht, den Rahmen ausbreiten, und damit ein Bild entstehen lassen, ein gerahmtes Stück Natur. Davon machen sie ein Foto und schicken es an mich. Ich sammle alle Einsendungen und füge sie zu einem Gesamtkunstwerk zusammen, das jedem zugänglich ist.

Kunst ist nämlich nicht nur etwas, das man an die Wand hängt, Kunst kann auch eine Handlung sein. Sehr treffend hat es unsere Landrätin Andrea Jochner-Weiß in ihrer Rede bei der Auftaktveranstaltung im Naturfreundehaus Weilheim formuliert: „Meist schaffen Künstler ein Werk, damit dies von Menschen betrachtet wird. Das geniale an dem Kunstwerk von Frank Fischer ist, dass die Menschen selbst Teil des Kunstwerks sind und den Künstler in sich suchen dürfen“.

Jede(r) ist herzlich eingeladen mitzumachen: Der Rahmen kann bei mir im Atelier Frank Fischer ausgeliehen werden. Alle Teilnehmer können ihre persönliche wERDschätzung ganz nach eigenen Vorlieben gestalten, einige Grundregeln sind aber einzuhalten: So darf der Rahmen nicht verändert, bearbeitet, gefärbt, aufgetrennt, zerschnitten etc. werden. Auf dem Foto / Video soll der wERDschätzungsrahmen ganz zu sehen sein und möglichst glatt und rechteckig ausgebreitet liegen. Die Szene mit dem Rahmen bitte einmal mit und einmal ohne Person(en) fotografieren. Fotos einsenden an: info@werdschaetzung.de

Durch das Mitwirken vieler einzelner Menschen an verschiedenen Orten hier im Landkreis, aber auch darüber hinaus entsteht dieses gemeinsame Kunstwerk für die Erde.

 

Das gemeinschaftliche Kunstwerk wERDschätzung im Überblick:

Konzept / Träger: Freifrank, Atelier Frank Fischer, Obere Stadt 8, 82362 Weilheim,
Tel. +49 881 12 888 390, info@atelier-frank-fischer.de, Geöffnet: Donnerstag und Freitag 15:00 bis 19:00 sowie nach Vereinbarung

Dauer: Mindestens 3 Jahre, Schwerpunkt zunächst im Bayerischen Oberland, später überregional

Homepage: www.werdschaetzung.de

Facebook-Gruppe: https://www.facebook.com/groups/werdschaetzung/

Instagram: https://www.instagram.com/werdschaetzung/

Erste Ausstellung im Naturfreundehaus Weilheim:

  • Dauer: 27. September bis 27. Oktober 2018, geöffnet Fr., Sa., So, von 15:00 bis 19:00 und nach Vereinbarung (Tel. 0881-12 888 390)
  • Vernissage: 27. September, 19:00, Finissage: 27. Oktober, 19:00 (Weilheimer Entdecker-Tour)
  • Ort: Naturfreundehaus Weilheim, Holzhofstraße 36
    • Ausstellung im 1. Stock Zwischenbau (Eingang Wirtshaus)
    • Installation „Von Baum zu Baum” im Biergartenbereich
    • Videoprojektion am 27.9. und 27.10., jeweils ab 20:00 Uhr im Biergartenbereich